Fragen und Antworten

Auf dieser Seite habe ich eine Auswahl meiner kostenlosen schriftlichen Beratungen zu den Themen Sensitivität und Medialität anonym veröffentlicht.
Übersicht
- Hohe Feinfühligkeit
- Belästigungen und Fremdenergien
- Medialität und Sinnkrise ab 50
- Kontakt zum verstorbenen Opa
- Richtiger Umgang mit sensitiven Fähigkeiten
- Gefährliche Energiearbeit
- Nächtliche Übergriffe nach “Karten legen”
- Stimmen hören und Medialität
- Cannabiskonsum reißt mediale Türen auf
Hohe Feinfühligkeit
Lieber Herr Manthey,
vielleicht können Sie mir ein wenig helfen. Ich bin ein sehr feinfühliger Mensch. Schon als Kind spürte ich, wenn ein anderes Kind Außenseiter war, und es tat mir dann leid und ich spürte die Trauer.
Auch in vielen anderen Bereichen spüre ich Trauer, Angst oder Einsamkeit. Ich merke sofort, wenn ich jemandem auf den Wecker gehe oder wenn jemand nett tut, aber gar nicht so nett ist. Da die meisten Menschen nett tun, aber nicht wirklich nett sind, fürchte ich mich zunehmend vor solchen Leuten und nehme Abstand. Es ist, als würden sie mein Herz erfassen und darin herumstochern. So war das auch mit meinem Freund. Umso schlimmer war es da, weil ich ihn sehr geliebt habe und mein Herz komplett frei lag und man einfach draufhauen konnte. Die Liebe hat mich blind gemacht, und ich vertraute meinen eigenen Signalen nicht.
Wenn ich mich verliebe, habe ich immer Angst, mein Herz zu öffnen, weil ich mich selbst dann irgendwie verliere und in eine emotionale Abhängigkeit in Bezug auf meinen Partner gerate. Ich weiß nicht, wie ich mich schützen kann, ohne gleich eine Einsiedlerin zu werden. Ich brauche sozialen Kontakt, aber solchen, der mir guttut. Wissen Sie vielleicht, wie ich das kontrollieren kann?
Ich bin jetzt 28 und hatte als 24 bis 26-jährige Frau schon eine 2-jährige erfolgreiche Psychotherapie hinter mir, wegen Panikattacken und Angstzuständen. Jetzt kommt irgendwie alles wieder hoch, und ich möchte nicht den Rest meines Lebens immer wieder mit meiner sensiblen Seite auf so schmerzhafte Weise konfrontiert werden.
Wie lege ich mir einen Schutzmantel zu, ohne dabei andere Menschen ausgliedern zu müssen? Wie lerne ich, mir selbst zu vertrauen? Wie bringe ich meine Ängste dazu, mich nicht aufzufressen?
Antwort von Ralf Manthey
Guten Tag,
zunächst einmal möchte ich Sie beruhigen, Sie haben es mit den typischen Schwierigkeiten zu tun, mit denen sich viele sensitiv Veranlagte mehr oder weniger tagtäglich herumschlagen müssen – dies kann ich aus eigener Erfahrung und den Beobachtungen anderer bestätigen.
In Ihrer Anfrage habe ich sehr viele Fragestellungen gefunden, deren Beantwortung aber den Rahmen einer E-Mail-Beratung sprengen würde, daher habe ich mich auf die wesentlichen Punkte konzentriert:
1. Kontrolle der Sensitivität, Schutz und Grenzen
Sie fragen, wie Sie sich schützen können, ohne soziale Kontakte zu vermeiden oder sogar zur Einsiedlerin zu werden. Hier gibt es keine Standardrezepte oder Techniken, die mit einem Schlag die Probleme lösen, weil dieses Thema sehr komplex ist. Hierbei für sich die richtige Mischung zwischen Kontakt und gesunder Distanz zu finden, ist oft ein langwieriger Prozess. Sie müssen praktisch für sich selbst herausfinden, wann Sie einen gesunden Rückzug brauchen, um die vielen Eindrücke und Einflüsse zu verarbeiten - und wann und wie lange Sie soziale Kontakte haben können und wollen. Dass Sie dabei darauf achten, dass Sie sich besonders privat nur mit Menschen umgeben, die Ihnen guttun, halte ich für richtig.
Erfahrungsgemäß lässt es sich aber nicht vermeiden – gerade in der Berufswelt und in der Öffentlichkeit – dass man Menschen begegnet, mit denen man Konflikte hat oder die negativen Empfindungen auslösen oder sogar Angst machen (wie Sie es schreiben). Auch wenn Sie dies als sensitive Frau besonders belastend empfinden, sollten Sie trotzdem diesen Konflikten und Auseinandersetzungen nicht ausweichen, weil Sie dies sonst immer mehr schwächen und langfristig lebensuntauglich machen kann. Konflikte gehören zum Leben dazu und sind eine Möglichkeit, sich zu behaupten und Profil zu entwickeln und etwas über sich selbst zu lernen.
Wenn aber die sensitiven Eindrücke zu stark für Sie sein sollten, habe ich einen praktischen Tipp: Halten Sie mit der rechten Hand Ihren Solarplexus zu, denn er ist das Einfallstor für die psychischen Einflüsse. Experimentieren Sie damit. Dies hilft aber nur, wenn die negativen Einflüsse von außen kommen und nicht bei eigenem emotionalem Aufruhr.
Versuchen Sie die (negativen) Gefühle und Einflüsse mehr mit Abstand zu betrachten. Identifizieren Sie sich nicht so sehr mit diesen Gefühlen und Einflüssen, bleiben Sie der Beobachter.
Oft sind sehr sensitive Menschen zu offen für ihre Mitmenschen und lassen sich schnell vom Gegenüber beeinflussen und dominieren. Daher ist es wichtig, sich abzugrenzen und Nein zu sagen und dem Gegenüber mitzuteilen, was einen stört. Dazu ist es erforderlich, dass man sich selbst wertschätzt und ernst nimmt.
Mit einer klaren Grenzsetzung dienen Sie auch Ihren Mitmenschen, denn wenn man keine Grenzen zieht, weiß der andere nicht, woran er ist. Gerade Frauen lassen aggressive Männer oft zu lange gewähren, ohne Grenzen zu ziehen.
Ziehen Sie auch innerlich Grenzen gegenüber Ihren negativen Gedanken und Gefühlen. Dazu gehört auch, dass man lernt zu unterscheiden, ob es sich um eigene Gedanken und Gefühle oder nur um von außen aufgenommene Gedanken und Gefühle handelt. Um in dieser Welt zu bestehen, braucht man nicht nur ein gutes Herz und Einfühlungsvermögen, sondern auch ein gewisses Maß an gesundem Egoismus und Selbstbehauptung.
Leben Sie das Leben, welches Sie sich wünschen, und lassen Sie sich von anderen nicht manipulieren oder dominieren. Warten Sie nicht darauf, dass andere sich so verhalten, wie Sie es erwarten. Stattdessen versuchen Sie, Ihre Mitmenschen gerade mit ihren Schwächen und negativen Aspekten anzunehmen. Das geht natürlich nur, wenn Sie sich auch selbst mit Ihren Schwächen annehmen und lieben.
Gehen Sie oft in die Natur und betätigen Sie sich körperlich (z.B. Sport), sorgen Sie für Ruhephasen, ernähren Sie sich gesund, das wird Sie erden und die physische und psychische Abwehrkraft stärken.
2. Positive Ausrichtung
Sie schreiben, dass Sie als feinfühliger Mensch sehr viel mit den negativen Gefühlen und der Boshaftigkeiten der Mitmenschen konfrontiert werden, sodass Ihr Vertrauen ins Leben und die Welt dadurch angeschlagen ist.
Meines Erachtens haben Sie aber einen zu einseitigen Blickwinkel auf die negativen Aspekte der Welt und Ihrer Mitmenschen. Für Sie kann es daher hilfreich sein, wenn Sie ihr Augenmerk mehr auf die hellen und positiven Seiten des Lebens lenken, ohne dabei aber die negativen Seiten zu ignorieren oder Unrecht einfach hinzunehmen. Es geht vielmehr um eine Balance zw. beiden Polen. Um eine positivere Haltung einzuüben, kann das Führen eines Freude-Tagebuchs hilfreich sein, in das Sie jeden Abend notieren, was Ihnen tagsüber Freude gemacht hat und positiv aufgefallen ist.
Gehen Sie gut mit sich um. Machen Sie jeden Tag etwas, was Ihnen Freude macht. Haben Sie Ihre Schattenseiten zwar im Blick, lenken Sie aber Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre guten Eigenschaften. Setzen Sie Ihre guten Eigenschaften und Talente zum Wohle Ihrer Mitmenschen ein.
Wirken Sie aktiv mit an einer gerechteren, friedlicheren und liebevolleren Welt, indem Sie so leben und sich verhalten, wie Sie sich die Welt wünschen. Finden Sie heraus, was Ihnen am meisten Freude bereitet und was Sie erfüllt, und setzen Sie es in die Tat um.
Mit freundlichen Grüßen
R. Manthey
Belästigungen und Fremdenergien
Guten Tag,
ich bin durch Zufall auf Ihre Internetseite geraten und hoffe nun sehr, dass Sie mir helfen können.
Seit mindestens 15 Jahren werde ich in meinem Schlaf von etwas überfallen, ich bekomme dann keine Luft mehr, will mich bewegen, aber es geht nicht. Dann versuche ich zu schreien, aber das geht auch nicht. Erst wenn ich anfange zu beten, was mir in dieser Situation aber sehr schwerfällt, lässt es irgendwann von mir ab.
Es kommt jetzt wieder öfter in der Woche, deswegen fühle ich mich depressiv und krank. Ich studiere zurzeit und es passiert, dass ich in einer Vorlesung plötzlich alles verschwommen sehe, sehr müde bin und nichts von dem Vorgetragenen in meinem Kopf behalte. Das Gleiche passiert mir auch beim Lernen und in der Klausur. Es scheint so, als ob mich irgendetwas vom Lernen abhalten will. Ich sollte vielleicht auch noch erwähnen, dass ich ein Medium bin und die andere (jenseitige) Seite wahrnehme, wenn ich es zulasse. Ich leide unter mehreren chronischen Krankheiten, wie Sarkoidose und Rheuma, aber ich ernähre mich jedoch sehr gesund und mache Yoga. Allen Menschen, die mir großes Leid angetan haben (davon gibt es leider sehr viele), habe ich verziehen, und ich fühle keine Rachegedanken. Aber trotzdem werde ich nachts überfallen. Ich weiß nun nicht mehr weiter, aber vielleicht können Sie mir weiterhelfen?
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Ralf Manthey
Sehr geehrte…..,
es scheint so, dass die medialen Angriffe, unter denen Sie leiden, keine Hirngespinste sind. Da eine E-Mailberatung nur begrenzt Hilfe leisten kann, kann ich nur allgemeine Hinweise geben.
1. Zunächst stelle ich positiv fest, dass Sie sich schon sehr bemüht haben, Ihre Situation zu verbessern (z.B. dass Sie Ihren Mitmenschen verziehen haben). Daher möchte ich Sie darin bestärken, trotz bestehender Widerstände beharrlich Ihre positiven Bemühungen fortzusetzen.
2. Eine positive Ausrichtung als Gegengewicht zu den düsteren Zuständen und Gedanken ist jetzt wichtig. Überprüfen Sie Ihre Gedanken. Was denken Sie so tagsüber über sich und Ihre Mitmenschen? Vielleicht auch einmal die wichtigsten (negativen) Kernsätze aufschreiben, damit sie Ihnen bewusster werden. Anschließend sollten Sie an der positiven Umwandlung arbeiten (wenn Sie dies nicht schon lange tun). Hiermit ist nicht ein naives, undifferenziertes „positives Denken“ gemeint, auch soll man natürlich nicht die Augen vor den eigenen Problemen und denen der Mitwelt verschließen. Aber es ist wichtig, dass man seinen Fokus auf die positiven Seiten des täglichen Lebens wendet; und sich bemüht, auch in negativen Ereignissen das Gute zu sehen (z.B. den Lerneffekt).
Bedenken Sie das energetische Gesetz: „Worauf man seine Aufmerksamkeit lenkt, wird stärker!“. Identifizieren Sie sich nicht mit destruktiven und herabziehenden Gedanken. Ob es sich bei diesen Gedanken nun um Ihre eigenen Gedanken oder Fremdbeeinflussungen handelt, spielt dabei keine Rolle. Schreiben Sie Ihre Erkenntnisse und Beobachtungen diesbezüglich in ein Tagebuch, so können Sie nach einiger Zeit einen besseren Überblick über Ihre Entwicklung bekommen.
3. Verantwortung für die medialen Fähigkeiten übernehmen. Ein medialer Mensch ist eine Art „Kanal“ für energetische, emotionale und mentale Energien und Einflüsse, die er aufnimmt und wieder an seine Mitwelt abgibt. Viele mediale Menschen haben aber nicht die Kontrolle über ihre medialen Fähigkeiten, oder sie nehmen sie nicht ernst genug und sind oft zu wenig über die Risiken aufgeklärt. Sie können so leicht zu dem Spielball von destruktiven Kräften werden. Ein grenzenloser und negativer medialer Mensch kann so – oft aber unbewusst – eine Gefahr für sich und seine Umwelt werden.
Daher hat der medial veranlagte Mensch eine besondere Verantwortung dafür, was er aufnimmt und weitergibt. Deswegen wird ja auf dem spirituellen Weg so viel Wert auf Wachsamkeit und Selbstkontrolle gelegt.
4. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Handeln und Denken ethisch ausgerichtet ist. Das heißt, dass Sie Ihre Fähigkeiten nur zum Wohl Ihrer Mitmenschen einsetzen.
Falls Sie esoterische Techniken anwenden, sollten Sie diese auch auf deren Wirkung hin überprüfen. Sollte die Wirkung langfristig für Sie und Ihre Mitmenschen nicht gut sein, würde ich davon abraten.
5. Es hat sich gezeigt, dass selbstloser Dienst an seinen Mitmenschen negative Symptome, Angriffe und Fremdbesetzung vermindert. Wenn man anderen hilft, wird einem auch geholfen, z.B. durch Schutz und Linderung von negativen Symptomen.
6. Natürlich ist auch Erdung notwendig. Dies kann man z.B. durch eine stabile Tagesstruktur, körperliche Tätigkeiten (Sport) und viel Aufenthalt in der Natur erreichen.
7. Wenn Sie trotz aller Bemühungen mal nicht weiterkommen, bitten Sie Gott um Hilfe. Dieser Vorschlag wird häufig unterschätzt. Bedenken Sie auch, dass nur das passieren kann, was Gott zulässt, und wenn es auch noch so schwierig ist. Denn gerade die schwierigen Phasen haben uns – oft im Rückblick betrachtet – die meisten Fortschritte gebracht.
Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Erfolg!
Mit freundlichen Grüßen
Ralf Manthey
Medialität und Sinnkrise ab 50
Sehr geehrter Herr Manthey,
ich bin 51 Jahre alt und medial sehr begabt und schon so auf die Welt gekommen. Durch den Tod meiner Mutter (und verschiedene andere Ereignisse) wurde bei mir eine Krise ausgelöst.
Mein Leben war nie sehr einfach oder bequem, aber früher hatte ich hinreichend Kraft, Zuversicht, Mut und Vertrauen in Gott. Jetzt sieht das allerdings ganz anders aus. Es fehlen mir der Antrieb und das Selbstvertrauen, um die nächsten Schritte zu gehen. Ich fühle mich hilflos und Minderwertigkeitsgefühle machen mir das Leben schwer. Es ist mir bewusst, dass es jetzt für mich Zeit wäre, bestimmte Konsequenzen bezüglich meines spirituellen Lebens zu ziehen und dies zu akzeptieren. Und genau das erscheint mir gerade unmöglich.
Ich fühle mich innerlich zerrissen. In mir tobt ein Kampf. Hinzu kommt der Zweifel an der Berechtigung und der Richtigkeit meiner Medialität. Es gab in den letzten Jahren manchmal Visionen, die mich in eine tiefe Sinnkrise geführt haben. Ich bin ein Mensch mit guten und schlechten Seiten, und genau das scheint in einem unlösbaren Konflikt mit meiner Medialität zu stehen.
Es gab für mich manchmal in Meditationen oder bei Ritualen Begegnungen mit Gott, die mich unendlich glücklich gemacht haben. Andererseits fürchte ich mich davor, mich wirklich dazu zu bekennen, weil ich mich so unendlich einsam fühle. Ich wollte immer so sein wie alle anderen Menschen: ohne diese Begabung. Denn ich konnte zwar früher manchen Menschen damit helfen, blieb aber immer ausgeschlossen. Gegenwärtig weiß ich einfach nicht weiter.
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Ralf Manthey
Sehr geehrte….,
meines Erachtens haben Sie selbst Ihre Situation schon gut erkannt und eigentlich auch bereits die notwendigen Konsequenzen genannt. So möchte ich Ihnen ein paar ergänzende Anregungen mit auf den Weg geben:
1. Das Alter um die 50 ist aus geistiger Sicht sehr geeignet, um die Spiritualität zu vertiefen, da der Sog des materiellen Lebens allmählich nachlässt und die Seele einen größeren Einfluss haben könnte, insofern man dies zulässt. Somit können Sie Ihre Krise als die Einleitung für einen neuen Lebensabschnitt – also als eine Art Neuanfang – sehen, der viele fruchtbare und wachstumsfördernde Möglichkeiten beinhaltet.
Ihre erwähnten Unsicherheiten und Ängste gehören zu diesem Prozess dazu; Sie sollten sich aber davon nicht zu sehr lähmen lassen, sondern stattdessen jetzt darauf konzentrieren, wie Sie Ihr Leben aktiv und positiv gestalten können.
Schreiben Sie auf, wie Ihr zukünftiges Leben aussehen soll. Was sind Ihre wirklichen Herzenswünsche? Dabei sollten Sie als Maßstab nehmen, was Ihnen wirklich tiefe Freude bereitet. Was können Sie zum Wohl Ihrer Mitmenschen und der Erde beitragen? Dann sollten Sie einen realistischen Plan ausarbeiten, wie Sie diese Ziele schrittweise umsetzen.
2. Dass Sie Ihre Medialität kritisch hinterfragen, finde ich gut und richtig. Denn natürlich hat sie erwiesenermaßen auch ihre Schattenseiten. Aber Ihre „Begegnungen mit Gott“ scheinen mir positive Erlebnisse zu sein, auf die Sie bauen können. Und wenn Sie Ihre medialen Fähigkeiten nur zum Wohl Ihrer Mitmenschen einsetzen und sie immer überwachen, können Sie mögliche Gefahren minimieren. Also sollten Sie ruhig zu Ihren medialen Fähigkeiten stehen, dass alles auch eine Schattenseite hat, ist vollkommen normal.
3. Achten Sie darauf, dass Sie – gerade in schwierigeren Zeiten - nicht den Blick für die positiven Seiten des Lebens verlieren, somit möchte ich Ihnen abschließend noch eine kleine Übung mit auf dem Weg geben. Notieren Sie jeden Abend mindestens 5 positive Dinge, die Sie am Tag erlebt haben (z.B. das Lächeln eines Kindes, das schöne Wetter, aber auch einfach der Tatbestand, dass Sie eine Wohnung und Essen haben).
Ein guter spiritueller Lehrer hat einmal den Rat gegeben: Lebe Freude, tue Gutes, liebe das Leben!
Mehr kann ich Ihnen auf diesem Wege leider nicht sagen. Aber ich hoffe, dass Ihnen die eine oder andere Anregung weiterhelfen kann.
Mit freundlichen Grüßen
R. Manthey
Kontakt zum verstorbenen Opa
Lieber Herr Manthey,
ich war immer schon ein eher schwieriges Kind, das Probleme in der Schule hatte, weil ich mich nur schwer einfügen und Autoritäten unterordnen konnte. Ich war mir oft selbst genug, da ich zu häufig von anderen enttäuscht worden war. Also zog ich mich zurück und sprach nur mit meinem verstorbenen Opa. Dann starb unser viel geliebter Hund und ich war todtraurig und wandte mich verzweifelt und zornig an meinen Opa. Irgendwann passierte es, dass ich plötzlich seine Energie wahrnehmen konnte. Seither "verbinde" ich mich oft mit ihm.
Dazu kommt, dass ich schon immer sehr intensiv geträumt habe. , aber in letzter Zeit hatte ich Träume, die sich wiederholten und die später von der Thematik genauso eintrafen. Ich hatte zuvor die Träume meiner Mutter erzählt, die mich, Gott sei Dank, in allem immer unterstützt hat. Sie sagte, ich solle es einfach als Geschenk annehmen und keine Angst haben.
Z.B. träumte ich z.B. von meinem Patenonkel, der Krebs hatte und im Sterben lag. Ich bat meinen Onkel, einen Onkologen aufzusuchen. Es wurde Darmkrebs diagnostiziert und er konnte glücklicherweise rechtzeitig entfernt werden.
Manchmal sehe und spüre ich auch Dinge und weiß einfach mit großer Bestimmtheit, dass mich mein Bauchgefühl nicht täuscht, kann es aber nicht erklären. Ich spreche nur mit meiner Mutter darüber, aber es macht mir manchmal mein Leben schwer, da ich Entscheidungen aus dem Gefühl heraus treffe, was für die Umstehenden nicht nachvollziehbar ist.
Ich habe ein Studium im Modejournalismus abgeschlossen und nach eineinhalb Jahren verschiedener Praktika festgestellt, dass diese oberflächliche Branche nichts für mich ist.
Im Januar beschloss ich, eine Intensivausbildung als Wellnesstherapeutin zu machen. Mir macht diese Arbeit zwar Spaß, aber so ganz befriedigt bin ich dennoch nicht.
Ich möchte endlich zu meiner Berufung finden, doch ich kann nicht klar erkennen, welche das sein könnte. Vielleicht können Sie mir ein wenig helfen, alles besser zu verstehen?
Herzliche Grüße…
Antwort von Ralf Manthey
Sehr geehrte….,
Ihren Schilderungen entnehme ich, dass Sie eindeutig ein medial veranlagter Mensch sind und dies wahrscheinlich schon als Erbe in dieses Leben mitbringen. Vieles, was Sie schildern, kenne ich gut aus eigenem Erleben und auch aus den Schilderungen anderer medial veranlagter Personen. So möchte ich Ihnen sagen, dass Sie damit nicht allein stehen.
Allerdings haben mir meine jahrelangen Erfahrungen gezeigt, dass diese medialen Fähigkeiten auch Ihre Schattenseiten haben. Besonders, wenn man es mit der jenseitigen Ebene zu tun hat, die leider oft irrtümlicherweise mit der spirituellen Ebene verwechselt wird.
Dass Sie sich damals in Ihrer Verzweiflung an Ihren verstorbenen Opa gewandt haben, kann ich gut verstehen. Und allem Anschein nach ist dies ohne Störungen verlaufen. Aber ich habe auch erlebt, dass es bei anderen medial veranlagten Menschen bei der Kontaktaufnahme mit Verstorbenen zu negativen medialen Verstrickungen und Manipulationen kam. Mein Vorschlag ist daher, dass Sie Ihren Großvater loslassen und ihn nicht mehr eigenmächtig kontakten sollten, sondern stattdessen in ähnlichen Notsituationen - lieber Ihr höheres Selbst und Gott anrufen sollten, weil dies der sichere Weg ist.
Die positive Seite Ihrer Medialität kommt durch Ihre vorausschauenden Träume zum Tragen, indem Sie z.B. Ihrem Patenonkel helfen konnten. Allerdings können diese medialen Informationen auch manipuliert werden, besonders wenn man ihnen blind vertraut. Deswegen sollte Sie mit dem medialen Wissen, das Sie durch Träume oder auf anderem Wege erhalten, immer sehr achtsam und verantwortlich umgehen.
Solange Sie Ihre medialen Fähigkeiten zum Wohl Ihrer Mitmenschen einsetzen, werden Sie auch einen gewissen Schutz haben. Was Sie aber nicht davon befreit, durch gewisse negative Erfahrungen Unterscheidungsvermögen zu erwerben. Grundsätzlich ist aber mein Eindruck, dass Ihre mediale Entwicklung positiv verläuft.
Dass Ihre Arbeit Sie nicht wirklich befriedigt, kann ich gut verstehen. Ihre Unzufriedenheit rührt aber wahrscheinlich von daher, dass Sie Ihre wahren Talente bisher nicht optimal einbringen können. So sollten Sie einen Weg finden, dass Sie Ihre Qualitäten in diese Arbeit einbringen können. Oder Sie suchen sich andere Tätigkeitsfelder, wo Sie sich noch besser mit Ihren Talenten einbringen können. Folgen Sie hier Ihren inneren Impulsen und den Chancen, die sich auf dem Weg auftun. Dabei sollte immer Freude der Wegweiser sein.
Mit freundlichen Grüßen
Ralf Manthey
Richtiger Umgang mit sensitiven Fähigkeiten
Hallo…,
ich spüre meine Umwelt permanent auf körperliche und psychische Weise. Sei es der Autofahrer hinter mir, der es eilig hat, oder die Nachbarn unter mir, die aggressiv und wütend auf die Herausforderungen des Lebens reagieren, oder der Mann, der tiefe Trauer mit sich herumschleppt. Ich bekomme diese Emotionen mit und habe teilweise dann sogar die körperlichen Probleme, die mit diesen emotionalen Ausprägungen einhergehen (also Trauer, Atemprobleme usw.).
Ich frage mich allerdings, ob das in dem Maße "richtig" ist, da ich somit bei jedem Menschen seine energetische Struktur fühle (und mich das teilweise sehr unangenehm beeinflusst)?
Mir ist als tauche ich sozusagen in das Energiefeld eines anderen (oder eines Gegenstandes) ein und werde vollständig von dieser Energie umgeben, sodass ich im schlimmsten Fall mich selbst nicht mehr spüre.
Ich selbst habe zwar keine Gewaltfantasien, aber ich spüre, dass die Menschen aggressiv oder ängstlich auf mich reagieren, obwohl ich ihnen offen und freundlich gesonnen bin.
Sie haben geschrieben, dass gewisse Dinge Löcher in die Aura reißen können. Ich habe teilweise das Gefühl, dass meine Aura permanent durchlöchert, ja geradezu perforiert ist, und es sich als Konsequenz daraus ergibt, dass mein energetischer Schutz nicht mehr ausreicht, um die äußeren Eindrücke fernzuhalten.
Und meine abschließende Frage lautet: Wie kann ich mich davor schützen?
Antwort von Ralf Manthey
Hallo,
so, wie Sie sich beschreiben, sind Sie eindeutig sehr sensitiv veranlagt, mit all den typischen Eigenschaften. Sie scheinen ja schon regelrecht mit den Menschen Ihrer Umwelt zu verschmelzen.
Ihre Symptome weisen darauf hin, dass Ihr Solarplexus offen wie ein "Scheunentor" ist und Sie unkontrolliert alle - eben auch die destruktiven - Einflüsse Ihrer Umwelt aufnehmen. Sie sollten jetzt unbedingt etwas gegen die negativen sensitiven Zustände etwas tun, denn sonst kann es langfristig zu psychischen und physischen Störungen kommen.
Ich möchte Ihnen daher ein paar allgemeine Hinweise geben, wie Sie Ihre unkontrollierte Sensitivität eindämmen können:
1. Stellen Sie unbedingt erst einmal (für mindestens 3 Monate) jegliche esoterischen Praktiken und Meditationstechniken ein! Nun weiß ich nicht, was Sie in dieser Hinsicht praktizieren, aber es besteht die Gefahr bei Ihnen, dass langes Meditieren Ihre Zustände nur verschlimmern.
2. Physische Stabilität: Bei Ihrer Verschmelzungstendenz mit der Umwelt besteht die Gefahr, dass Sie die körperliche Basis verlieren. Deswegen ist es wichtig, dass Sie jetzt bewusst Ihre physische Basis (Erdung) zurückerobern und stabilisieren:
- Gehen Sie oft in der Natur spazieren und nehmen Sie alles um sich herum bewusst wahr. Auch Sport und körperliche Aktivitäten können sehr hilfreich sein.
- Konzentrieren Sie sich bewusst auf Ihren Körper, nehmen Sie ihn als eine abgegrenzte und stabile Einheit wahr.
3. Abgrenzung und Unterscheidungsvermögen entwickeln: Sie sollten sich nicht mit den Gefühlen identifizieren, aber sie auch nicht einfach verdrängen. Sondern, wenn Gefühle auftauchen, sie nur wahrnehmen, aber sich nicht mit ihnen identifizieren. Sie sollten sich fragen: Sind es Ihre Gefühle oder handelt es sich um die Gefühle Ihrer Mitmenschen? Dann sollten Sie als nächsten Schritt schauen, ob es sich um aufbauende oder destruktive Gefühle handelt; dabei ist es egal, ob es Ihre oder fremde Gefühle sind. Sie sollten sich dann bewusst von negativen den Gedanken und Emotionen abgrenzen und aufbauende, positive Gedanken dagegensetzen. Bedenken Sie: Man erntet, was man sät!
Nun habe ich Ihnen in groben Zügen schon ein ganzes Programm skizziert. Sie sollten schauen, wo Sie sich wiederfinden und die entsprechenden Hinweise ausprobieren.
Mit freundlichen Grüßen
Ralf Manthey
Gefährliche Energiearbeit
Hallo,
ich beschäftige mich schon seit geraumer Zeit mit Esoterik und Spiritualität und praktiziere seit ca. zwei Monaten spezielle Yoga-Übungen, die auch die Kundalini-Energie aktivieren sollen. Ich habe zwar auch schon die beschriebenen Erfahrungen gemacht, allerdings frage ich mich, ob ich Nebenwirkungen dabei riskiere, wenn ich Energiearbeit in Eigenregie durchführe.
Bei Meldungen von Nervenschäden, Angst und Panikattacken überdenke ich die ganze Sache lieber noch einmal. Es würde mich freuen, wenn Sie mir einen Rat diesbezüglich geben könnten.
Antwort von Ralf Manthey:
Sehr geehrter ...,
aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Energiearbeit ohne entsprechendes Hintergrundwissen und Anleitung gefährlich sein kann; es sei denn, es handelt sich um Übungen, die lediglich der Entspannung dienen. So rate ich von der Energiearbeit in "Eigenregie" dringend ab. Sie sollten deswegen - besonders wenn Sie wenig Erfahrung haben - einen erfahrenen und verantwortungsbewussten Lehrer aufsuchen, der Sie anleitet und über die Risiken und Nebenwirkungen aufklärt.
- Ganz besonders rate ich Ihnen davon ab, mit der Kundalinienergie zu experimentieren, indem Sie irgendwelche Übungen anwenden, die die Kundalinienergien gezielt anregen könnten.
Solche energetischen Prozesse werden in der Regel von der spirituellen Ebene bzw. der geistigen Führung eines Menschen gelenkt, und der Mensch sollte sich hierbei NICHT einmischen.
- Selbstlose Motive. Sie sollten sich fragen, warum Sie überhaupt gewisse Übungen machen. Verfolgen Sie eher egoistische Motive, wie z.B. Zunahme von persönlicher Macht, Erlangung von magischen Fähigkeiten und schnelle Erleuchtung, oder wollen Sie wirklich ernsthaft Ihr spirituelles Wachstum fördern und Ihre Talente zum Wohle Ihrer Mitmenschen einsetzen?
Mit freundlichen Grüßen
Ralf Manthey
Nächtliche Übergriffe nach “Karten legen”
Guten Tag,
ich bin 27 Jahre alt und Mutter zweier Kinder. Vor ca. 6 Jahren hatte ich eine Lebenskrise und habe seitdem mit nächtlichen Übergriffen und einer Depression zu kämpfen. Um zu erfahren, wie lange meine Krise noch anhält, rief ich regelmäßig verschiedene Kartenleger an und legte mir aus Neugier auch selbst Karten.
Beim Experimentieren mit den Karten bekam ich plötzlich starke Angst- und Unruhezustände, Übelkeit, Benommenheit, Herzrasen und sah oft die Karte "Der Tod" ganz groß vor Augen.
Kurz darauf ging es dann los: nachts hielt mich eine Energie fest und ich konnte mich weder bewegen noch schreien. Bis heute geht das so und ich habe jede Nacht Angst ins Bett zu gehen. Manchmal werde ich nur einmal kurz festgehalten, ein anderes Mal länger. Unter anderem bin ich oft schon hochgehoben, an den Beinen gezerrt, ins Gesicht geschlagen worden oder höre ein Geräusch am Ohr. Und wenn ich vor Wut in Gedanken das "Ding" verfluchte, strömt eine höllische Angst durch mich hindurch. Ich habe gemerkt, dass "ES" meine Gedanken hören kann.
Oft kommen Albträume hinzu und der nächtliche Horror geht schon sehr lange. Mittlerweile passiert das auch tagsüber, wenn ich mich mal schlafen lege. Ich bin auch deswegen umgezogen, aber geändert hat sich nichts.
Ich selbst habe keine Energie mehr und bin völlig verzweifelt. Daher bitte ich Sie um Hilfe bzw. eine Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Ralf Manthey
Guten Tag,
aus den Einzelheiten, die Sie mir schildern, ergibt sich für mich folgender Tatbestand: Die Hauptursache Ihrer schlimmen Symptome, unter denen Sie seit Jahren leiden, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Folge der besagten Kartenlegungen, dies haben Sie ja im Grunde schon selbst erkannt. Meine Aufgabe ist jetzt nur noch, Ihnen die Hintergründe näher zu erläutern.
Diagnose/ Hintergrund
Mit großer Wahrscheinlichkeit sind Sie medial veranlagt, denn sonst hätten Sie nicht so extrem und so unmittelbar psychisch auf diese Aktivitäten reagiert. Wenn man nun Kartenleger befragt oder selbst Karten legt, um etwas über seine Zukunft zu erfahren, missbraucht man allerdings die medialen Kräfte für persönliche Zwecke und reißt damit „astrale Türen“ auf. Durch diese Türen kommen dann natürlich auch negative mediale Kräfte (Fremdeinflüsse und Besetzer), die man nicht unbedingt anziehen will. Diese Kräfte rauben einem auch die vitalen Kräfte, deswegen sind Sie auch so erschöpft.
In Ihrem Fall vermute ich auch noch, dass sich bei Ihnen durch die Experimente alte (negative) karmische Verbindungen aktiviert haben, sozusagen ein altes (mediales) Erbe.
Nun möchte ich ein paar Hinweise geben, wie Sie Ihre Situation verbessern können:
1. Wenden Sie KEINE esoterischen Techniken mehr an, wie z.B. das Kartenlegen oder andere ähnliche Methoden. Auch unbedingt KEINE Flüche ausstoßen oder in den Kampf mit diesen negativen medialen Kräften gehen, damit verschlimmern Sie diese Zustände nur.
Vertrauen Sie lieber auf Ihre eigene Intuition und stärken Sie diese. Auch sollten Sie jegliches noch so kleine Warnzeichen oder negatives Symptom ernst nehmen. Die negativen Symptome nach den Kartenexperimenten waren ja eindeutige Warnhinweise.
Widerstehen Sie der Versuchung, mit medialen und magischen Praktiken den Weg abkürzen oder sich persönliche Vorteile verschaffen zu wollen. Der Preis ist erfahrungsgemäß oft sehr hoch, wie es der Ihrige Fall ja deutlich belegt.
2. Richten Sie Ihr Leben grundsätzlich auf ethische Werte aus, dies ist dann ein natürlicher Schutz.
3. Bitten Sie Gott und Ihr höheres Selbst auch um Hilfe. Gestehen Sie gegenüber sich und Gott Ihren Fehler ein und zeigen Sie durch Ihr Handeln, dass Sie jetzt einen anderen positiven Weg gehen wollen. Reflektieren Sie noch einmal die vergangenen Ereignisse, damit Sie daraus lernen können.
4. Tun Sie Ihren Mitmenschen Gutes und schauen Sie auf die positiven Dinge des Lebens.
Die hier genannten Hinweise sind als Erste Hilfe zur Selbsthilfe gedacht, sie können aber keine intensive fachliche Beratung ersetzen. Bedenken Sie bitte auch, wenn Sie jetzt schon lange Jahre mit diesen Fremdeinflüssen zu tun hatten, dass dies nicht von heute auf morgen aufhört. Aber mit Beharrlichkeit und dem Willen, wirklich Ihr Leben ethisch und positiv auszurichten, können Sie sich langfristig von den Fremdeinflüssen befreien.
Dafür wünsche ich Ihnen jedenfalls viel Kraft und Unterstützung!
Mit freundlichen Grüßen
Ralf Manthey
Stimmen hören und Medialität
Hallo,
ich höre seit 16 Jahren Stimmen und ich war deswegen für kurze Zeit in der Psychiatrie. Ich kann extrem negative Energien wahrnehmen, aber leider schlecht einordnen. Ich bin eines Morgens aufgewacht und hörte die Stimme eines Mannes, der richtig aggressiv war und meinte, er würde losgehen, jemanden umzubringen. Vorsichtshalber bin ich im Bett liegen geblieben. Nach einer Stunde machte ich das Radio an. Dort wurde gesagt, dass es einen Amoklauf an einer Schule gegeben hat.
Ein anderes Mal fühlte ich mich mitten in der Nacht von einer Stimme bedroht. Die Stimme war sehr aufdringlich und erzählte mir von einer geplanten Vergewaltigung. Den Vorfall konnte ich dann zwei Tage später in der Zeitung nachlesen. Ich habe auch alltäglichere Vorkommnisse ich höre z.B. telepathisch, was jemand mir sagen will).
Kennen Sie noch andere Fälle, in denen Stimmenhören und Medialität zusammen auftreten?
Antwort von Ralf Manthey
Guten Tag,
Stimmen hören (insofern es sich nicht um die eigene Gedankenstimme handelt) ist immer ein Hinweis auf eine mediale Veranlagung.
Ihre Schilderungen mit den „negativen Stimmen und Energien“ weisen auf eine unkontrollierte und negative Medialität hin. Und Ihre Schilderungen erfüllen mich mit Sorge. Besonders deswegen, weil sie - wie es scheint - auch mit „echten“ Straftaten verbunden sind.
Die vertiefte Behandlung Ihrer Thematik sprengt aber den Rahmen einer schriftlichen Beratung. Auch habe ich zu wenige Hintergrundinformationen von Ihnen. Daher wäre eine persönliche Sitzung unbedingt erforderlich, damit ich mir ein genaueres Bild von Ihnen und Ihrer Situation machen kann. Somit kann ich Ihnen hier nur ein paar erste allgemeine Hinweise zur Selbsthilfe geben.
Sie sollten jetzt unbedingt aktiv werden und sich von diesen negativen medialen Einflüssen (Stimmen) entschieden abgrenzen. Das heißt, dass Sie diesen Stimmen keine Aufmerksamkeit mehr schenken sollten!
Dies ist natürlich leichter gesagt als getan. Wenn diese Abgrenzung nicht fruchten sollte, kann erfahrungsgemäß eine vorübergehende Einnahme von Psychopharmaka die negativen medialen Kontakte (bzw. Stimmen) eindämmen, damit Sie den nötigen Raum haben, dieses Thema in Ruhe mit einem Psychologen oder spirituellen Berater oder Lehrer zu bearbeiten. Vielleicht können Sie mit dieser Hilfe auch herausfinden, was Ihr Anteil an dem negativen Stimmen hören ist.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!
Mit freundlichen Grüßen
Ralf Manthey
Cannabiskonsum reißt mediale Türen auf und löst Ängste aus
Hallo Herr Manthey,
ich befinde mich in einer Notsituation. Ich bin medial veranlagt und hatte vor 2 Wochen ein schreckliches Erlebnis. Direkt nach dem Konsum von Cannabis wurd in mir eine chronische Angst ausgelöst, die sich immer weiter zuspitzt.
Mit 18 Jahren öffnete sich bei mir auch nach Cannabiskonsum mein 3. Auge. Ich habe seitdem Kontakt zu höheren Wesen und Meistern und kann Channeln. Danach bin ich aber über lange Zeit durch die Hölle gegangen und bin letztendlich in der Psychiatrie gelandet, mit der Diagnose “Paranoide Schizophrenie”.
Wenn sie mir helfen könnten, wäre ich ihnen sehr dankbar.
Viele Grüße.....
Antwort von Ralf Manthey
Hallo……,
ob Sie wirklich dauerhaft mit “höheren Wesen und Meistern” Kontakt hatten, wage ich zu bezweifeln, denn Ihre negativen Erlebnisse sprechen dagegen. Aus Erfahrung weiß ich, dass in dieser Hinsicht sich schon viele Menschen falsch oder zu hoch eingeschätzt haben. Und nach dem „Höhenflug“ kommt dann i.d.R. der Fall!
Aus meiner Sicht ist ein Hauptgrund für Ihre derzeitigen anhaltenden Ängste Ihr Drogenkonsum!
Aus spiritueller Sicht ist für eine gesunde geistige Entwicklung der regelmäßige Konsum von Cannabis sehr gefährlich und es können damit spezielle Drüsen (z.B. die Zirbeldrüse) und das feine ätherische Gewebe des Ätherkörpers dauerhaft ernsthaft geschädigt werden. Auch durch Drogenkunsum die Türen zu negativen astralen Energien und Wesenheite geöffnet werden, was mit Angstzuständen einher geht.
Normalerweise wird die Öffnung des 3. Auges durch das höhere Selbst gesteuert. Es kann sich aber durch Missbrauch durchaus vorzeitig öffnen, was nicht selten zu einer unkontrollierten Überflutung von medialen Eindrücken führt. Aber ob sich bei Ihnen überhaupt das 3. Auge geöffnet hat, wage ich zu bezweifeln; ich kann dies aber nicht aus der Entfernung beurteilen (ein erfahrener spiritueller Lehrer wäre hier besser geeignet). Es könnten sich bei Ihnen auch einfach nur (niedere) mediale Kanäle geöffnet haben.
Nun zu Ihrer Kernfrage: Was können Sie konkret tun, um Ihre derzeitigen Ängste in den Griff zu bekommen?
Zunächst sollten Sie, wenn Ihre Ängste dauerhaft anhalten, einen Arzt oder Psychiater aufsuchen! Manchmal können sogar, um akute Ängste einzudämmen, vorübergehend Psychopharmaka helfen.
Wenn Sie aber dauerhaft Ihre derzeitigen Ängste wirklich ernsthaft in den Griff bekommen wollen, empfehle ich Ihnen, dringend den Drogenkonsum zu beenden!!!
Sagen Sie sich langfristig von den Drogen und der Drogenszene los.
Wenn Sie schon sehr abhängig sind, sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.
Jedenfalls müssen Sie sich entscheiden, welchen Weg Sie gehen wollen, den "linken" oder den “rechten” Weg.
Wenn Sie den Drogenkonsum fortsetzen, entscheiden Sie sich automatisch für den “linken” Weg und die negativen physischen und psychischen Zustände (wie z.B. die Ängste) werden sicherlich noch zunehmen.
Nehmen Sie meine Hinweise unbedingt ernst, das ist mein dringender Rat an Sie!
Ich wünsche Ihnen göttliche Führung und die richtige Unterstützung auf Ihrem Weg!
Mit freundlichen Grüßen
Ralf Manthey
