Grundlagentext - Medialität und Sensitivität


Unterscheidung der Begriffe „Sensitivität und Medialität

Der Begriff „Medialität“ leitet sich von dem Begriff „Medium“ ab. Im Fremdwörterbuch findet man für „Medium“ den Begriff „das Vermittelnde“. Vermitteln heißt, dass man etwas empfängt und weitergibt. Medial veranlagt bzw. ein Medium zu sein, bezeichnet somit die Fähigkeit, Informationen aus den „übersinnlichen“ (nicht materiellen) Bereichen zu übermitteln.

Für den Begriff „Sensitivität“ findet man im Duden die Begriffe “Feinfühligkeit” und “Empfindlichkeit”. Die Sensitivität, auf die ich mich im folgenden Text beziehe, hat aber nichts mit der übermäßigen "Empfindlichkeit" eines selbst bezogenen, emotionalen, labilen und leicht reizbaren Menschen zu tun, sondern steht für die „Feinfühligkeit“. Je höher die Sensitivität entwickelt ist, desto feiner und umfassender sind das Bewusstsein und die Wahrnehmung. 

Sensitivität äußert sich auf der körperlichen Ebene durch ein feines Nervensystem, auf der emotionalen Ebene durch ein hohes Einfühlungsvermögen (Empathie), auf der mentalen Ebene durch ein differenziertes Denk- und Urteilsvermögen und auf der geistigen Ebene durch Bewusstseinserweiterung und eine erhöhte Intuition. 

 

Hintergründe von “Sensitivität und Medialität”

Sensitivität
Es gibt immer mehr Menschen, die eine erhöhte Sensitivität aufweisen, man bezeichnet sie daher auch oft als "hochsensitive Menschen". Die Ursachen für eine erhöhte Sensitivität sind unterschiedlicher Art. Spirituell strebende Menschen entwickeln im Laufe ihres Lebens i.d.R. automatisch als Begleiterscheinung eine erhöhte Sensitivität (Feinfühligkeit). Ein wesentlicher Grund für die Zunahme der Sensitivität ist aber auch der seit vielen Jahrzehnten zunehmende spirituelle (geistige) Einfluss auf die gesamte Menschheit, mit der Folge, dass das Bewusstsein und die Wahrnehmungen sich bei vielen Menschen immer mehr erweitern und verfeinern. In der esoterischen Szene spricht man auch oft davon, dass die Menschheit gerade in einen neuen evolutionären Zyklus eintritt (auch oft von Astrologen das „Wassermann-Zeitalter“ genannt), was mit einem erhöhten spirituellen (geistigen) Einfluss einhergeht. Dies verursacht bei den Menschen tiefgreifende innere und äußere Transformationsprozesse. 

Entsprechend der zunehmenden Verfeinerung des kollektiven Bewusstseins, entwickeln immer mehr Menschen sensitive Fähigkeiten. Auch werden immer zahlreicher Kinder geboren, die dieses neue und verfeinerte Bewusstsein schon mitbringen und deutlich zum Ausdruck bringen.

Medialität
Weil es zum Thema Medialität sehr viele Missverständnisse gibt und oft ein mangelndes Hintergrundwissen besteht, möchte ich auf dieses Thema näher eingehen. Medialität bezeichnet, wie bereits eingangs erwähnt, nur den Vorgang der Übermittlung von übersinnlichen Informationen. Es gibt aber unterschiedliche Ebenen (Quellen), von denen ein Mensch medial seine übersinnlichen
Informationen bezieht:

  • Die instinktive Ebene: Von dieser Ebene erhält man seine Informationen über die Instinkte, Bauchgefühle und Vorahnungen.
  • Die energetische Ebene:  Auf dieser Ebene nimmt man durch Hell-Spüren die vitalen, emotionalen und mentalen Ausstrahlungen der Mitmenschen und die energetische Atmosphäre eines Ortes oder eines Gegenstandes wahr.
     
  • Die psychische Ebene: Auf dieser Ebene ist man in Verbindung mit der Psyche bzw. dem kollektiven Unterbewusstsein der Menschheit. Dazu gehören die Gefühle, Wünsche, Sehnsüchte, Verlangen und Begierden der Mitmenschen. 
    - Durch Hell-Fühlen nimmt man bewusst die Emotionen der Mitmenschen wahr.
    - Durch Hell-Sehen sieht man nicht inkarnierte Menschen (Verstorbene), Tiere, Geister, Natur- und Elementarwesen, Visionen und Farben (z.B. die Farben der Aura).  
    - Durch Hell-Hören hört man übersinnliche Stimmen und kommuniziert z.B. mit Verstorbenen.
     
  • Die mentale Ebene: Auf dieser rationalen Ebene empfängt man auf telepathische Weise die Gedanken (im Idealfall wortgetreu und ohne Verzerrung durch Emotionen) seiner Mitmenschen oder nicht inkarnierter Wesenheiten (z.B. Verstorbene) und erhält mentale Impressionen (z.B. Symbole und geometrische Formen und Muster). 
     
  • Die spirituelle Ebene: Auf dieser Ebene steht man über die Intuition (nicht zu verwechseln mit den oben genannten Bauchgefühlen) mit den Informationen und Energien der geistigen Welten in Verbindung. Dazu gehören das höhere Selbst, hochentwickelte geistige Wesenheiten und letztendlich Gott, der Schöpfer selbst. Die Informationen dieser Ebene werden einem durch unmittelbares Wissen, höhere Erkenntnisse und geistige Schau übermittelt.   

Jede Ebene kann man wiederum noch in verschiedene (niedere und höhere) Abstufungen unterteilen, welche die unterschiedlichen Qualitäten widerspiegeln. Hier wird deutlich, wie komplex dieses Thema ist.

Es hängt nach dem Resonanzgesetz von der emotionalen, mentalen und geistigen Reife ab, mit welcher Ebene ein Mensch in Kontakt kommen kann. 
Die Mehrzahl der Menschen, die aktiv ihre Medialität ausüben, wie z.B. Medien und Channels, beziehen ihre medialen Informationen hauptsächlich aus den psychischen Ebenen und eher selten direkt aus den höheren mentalen Ebenen und noch seltener aus den spirituellen Ebenen. 

 

Medialität und Spiritualität

Die psychische Ebene wird oft mit den spirituellen Ebenen verwechselt. So werden nicht selten aufgrund von Unwissenheit und mangelndem Unterscheidungsvermögen medial übermittelte Inhalte per se für Botschaften aus der geistigen Welt gehalten. 

Es bestehen aber grundlegende qualitative Unterschiede zwischen der psychischen Ebene und der spirituellen Ebene. Wer also über mediale Fähigkeiten verfügt, wie z.B. Hellsehen, Hellhören und Telepathie, muss daher nicht automatisch auch ein hoch entwickeltes Bewusstsein haben. 

Einfach ausgedrückt: Medialität ist nicht Spiritualität! 

 

Die Gefahren der Astralebene

Die psychische Ebene wird in der esoterischen Literatur oft auch als „astrale Ebene“ bezeichnet. Und es wird ausdrücklich vor den Gefahren dieser astralen Ebene gewarnt, weil man ohne Erfahrung und Unterscheidungsvermögen durch die dortigen Täuschungen, Versuchungen, Verblendungen und Manipulationen sich leicht verstricken und früher oder später zu Fall kommen kann. 
Aufgrund der von mir beschriebenen Risiken sollte man grundsätzlich medial übermittelte übersinnliche Informationen immer einer genauen und sorgfältigen Prüfung unterziehen. 
 

Fortsetzung: Grundlagentext 2


Das Copyright © für diesen Text hat:

Ralf Manthey
22880 Wedel
E-Mail: ralf-manthey@online.de

 


 

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