Grundlagentext 1 - Medialität und Sensitivität

Unterscheidung der Begriffe „Sensitivität und Medialität"
Der Begriff „Medialität“ leitet sich von dem Begriff „Medium“ ab. Im Fremdwörterbuch findet man für „Medium“ den Begriff „das Vermittelnde“. Vermitteln heißt, dass man etwas empfängt und weitergibt. Medial veranlagt bzw. ein Medium zu sein, bezeichnet somit die Fähigkeit, Informationen aus den „übersinnlichen“ (nicht materiellen) Bereichen zu übermitteln.
Für den Begriff „Sensitivität“ findet man im Duden die Begriffe “Feinfühligkeit” und “Empfindlichkeit”. Die Sensitivität, auf die ich mich im folgenden Text beziehe, hat aber nichts mit der übermäßigen "Empfindlichkeit" eines egoistischen, emotionalen, labilen und leicht reizbaren Menschen zu tun, sondern steht für die „Feinfühligkeit“. Je höher die Sensitivität entwickelt ist, desto feiner und umfassender sind das Bewusstsein und die Wahrnehmung.
Sensitivität äußert sich:
- auf der körperlichen Ebene durch ein feines Nervensystem
- auf der emotionalen Ebene durch ein hohes Einfühlungsvermögen (Empathie)
- auf der mentalen Ebene durch ein differenziertes Denk- und Urteilsvermögen
- auf der geistigen Ebene durch Bewusstseinserweiterung und eine erhöhte Intuition.
Hintergründe von “Sensitivität und Medialität”
Sensitivität
Es gibt immer mehr Menschen, die eine erhöhte Sensitivität aufweisen, man bezeichnet sie daher auch oft als "hochsensitive Menschen". Die Ursachen für eine erhöhte Sensitivität sind unterschiedlicher Art. Spirituell strebende Menschen entwickeln im Laufe ihres Lebens i.d.R. automatisch als Begleiterscheinung eine erhöhte Sensitivität (Feinfühligkeit). Ein wesentlicher Grund für die Zunahme der Sensitivität ist aber auch der seit vielen Jahrzehnten zunehmende spirituelle (geistige) Einfluss auf die gesamte Menschheit, mit der Folge, dass das Bewusstsein und die Wahrnehmungen sich bei vielen Menschen immer mehr erweitern und verfeinern. In der esoterischen Szene spricht man auch oft davon, dass die Menschheit gerade in einen neuen evolutionären Zyklus eintritt (auch oft von Astrologen das „Wassermann-Zeitalter“ genannt), was mit einem erhöhten spirituellen (geistigen) Einfluss einhergeht. Dies verursacht bei den Menschen tiefgreifende innere und äußere Transformationsprozesse.
Entsprechend der zunehmenden Verfeinerung des kollektiven Bewusstseins, entwickeln immer mehr Menschen sensitive Fähigkeiten. Auch werden immer zahlreicher Kinder geboren, die dieses neue und verfeinerte Bewusstsein schon mitbringen und deutlich zum Ausdruck bringen.
Medialität
Weil es zum Thema Medialität sehr viele Missverständnisse gibt und oft ein mangelndes Hintergrundwissen besteht, möchte ich auf dieses Thema näher eingehen. Medialität bezeichnet, wie bereits eingangs erwähnt, nur den Vorgang der Übermittlung von übersinnlichen Informationen. Es gibt aber unterschiedliche Ebenen (Quellen), von denen ein Mensch medial seine übersinnlichen
Informationen bezieht:
- Instinktive Ebene: Von dieser Ebene erhält man seine Informationen über die Instinkte, Bauchgefühle und Vorahnungen.
- Energetische Ebene: Auf dieser Ebene nimmt man durch Hell-Spüren die vitalen, emotionalen und mentalen Ausstrahlungen der Mitmenschen und die energetische Atmosphäre eines Ortes oder eines Gegenstandes wahr.
- Psychische Ebene: Auf dieser Ebene ist man in Verbindung mit der Psyche bzw. dem kollektiven Unterbewusstsein der Menschheit. Dazu gehören die Gefühle, Wünsche, Sehnsüchte, Verlangen und Begierden der Mitmenschen.
- Durch Hell-Fühlen nimmt man bewusst die Emotionen der Mitmenschen wahr.
- Durch Hell-Sehen sieht man nicht inkarnierte Menschen (Verstorbene), Tiere, Geister, Natur- und Elementarwesen, Visionen und Farben (z.B. die Farben der Aura).
- Durch Hell-Hören hört man übersinnliche Stimmen und kommuniziert z.B. mit Verstorbenen.
- Mentale Ebene: Auf dieser rationalen Ebene empfängt man auf telepathische Weise die Gedanken (im Idealfall wortgetreu und ohne Verzerrung durch Emotionen) seiner Mitmenschen oder nicht inkarnierter Wesenheiten (z.B. Verstorbene) und erhält mentale Impressionen (z.B. Symbole und geometrische Formen und Muster).
- Spirituelle Ebene: Auf dieser Ebene steht man über die Intuition (nicht zu verwechseln mit den oben genannten Bauchgefühlen) mit den Informationen und Energien der geistigen Welten in Verbindung. Dazu gehören das höhere Selbst, hochentwickelte geistige Wesenheiten und letztendlich Gott, der Schöpfer selbst. Die Informationen dieser Ebene werden einem durch unmittelbares Wissen, höhere Erkenntnisse und geistige Schau übermittelt.
Jede Ebene kann man wiederum noch in verschiedene (niedere und höhere) Abstufungen unterteilen, welche die unterschiedlichen Qualitäten widerspiegeln. Hier wird deutlich, wie komplex dieses Thema ist
Medialität und Spiritualität
Zu den häufigen Irrtümern gehört, dass medial übermittelte Informationen von esoterischen Medien grundsätzlich aus der geistigen Welt stammen. Daher wird diesen Informationen oft ungeprüft und unkritisch Glauben geschenkt wird. Wie ich aber bereits aufgezeigt habe, gibt es noch verschiedene andere Ebenen unterhalb der spirituellen Ebene.
Meine Beobachtung ist, dass die Mehrzahl der Menschen, die aktiv ihre Medialität ausüben (wie z. B. Medien und Channel), ihre übersinnlichen Informationen hauptsächlich aus den psychischen Ebenen und eher selten aus den höheren mentalen Ebenen und noch seltener aus den spirituellen Ebenen erhalten. Somit wird deutlich, dass allein das Vorhandensein von medialen Fähigkeiten (wie z. B. Hell-Hören, Hell-Sehen, Hell-Fühlen, Telepathie, magische Fähigkeiten) bei einem Menschen nichts über seinen tatsächlichen geistigen Entwicklungsstand aussagt. Das heißt, ein medial veranlagter Mensch (oder Medium) muss nicht zwangsläufig auch ein hoch entwickeltes Bewusstsein haben. Am Beispiel eines Schwarzmagiers, der seine medialen Fähigkeiten selbstsüchtig zum Schaden anderer anwendet, wird dies besonders deutlich.
Einfach ausgedrückt: Medialität ist nicht Spiritualität!

Die astrale Ebene und ihre Gefahren
Die psychische Ebene wird in der seriösen spirituellen Literatur oft auch als „astrale Ebene“ bezeichnet. Und es wird ausdrücklich vor den Gefahren dieser astralen Ebene gewarnt. Ohne Erfahrung und Unterscheidungsvermögen kann man sich durch die dortigen Täuschungen, Versuchungen, Verblendungen und Manipulationen leicht verstricken und früher oder später zu Fall kommen kann.
Zum besseren Verständnis kann man die Astralebene auch mit dem Internet vergleichen. Das Internet ist auch voller Fakes und Täuschungen.
Man darf aber jetzt nicht denken, dass alle übersinnlichen Informationen, die nicht direkt aus der spirituellen Ebene stammen, nur minderwertig, irreführend oder manipulativ sind. Aber man braucht Erfahrung und Unterscheidungsvermögen, um die hilfreichen und positiven Informationen auch als solche zu erkennen. Aufgrund der zahlreichen Gefahren und Täuschungen sollte man daher grundsätzlich medial übermittelte übersinnliche Informationen immer einer genauen und sorgfältigen Prüfung unterziehen.
Dabei ist es aber nicht so entscheidend zu ermitteln, von welcher Ebene eine übersinnliche Information stammt, weil dies sowieso für die meisten Menschen - mich einbezogen - nicht zweifelsfrei zu ermitteln ist.
Viel wichtiger ist es, sich mit der Qualität und dem Inhalt der übermittelten übersinnlichen Information mithilfe seines gesunden Menschenverstands eingehend auseinanderzusetzen.
Folgende Fragestellungen könnten dabei hilfreich sein, den Wert einer übersinnlichen Information zu ermitteln:
- Erweitert sie meinen 𝗴𝗲𝗶𝘀𝘁𝗶𝗴𝗲𝗻 𝗛𝗼𝗿𝗶𝘇𝗼𝗻𝘁?
- Fördert sie meine 𝗟𝗶𝗲𝗯𝗲𝘀𝗳ä𝗵𝗶𝗴𝗸𝗲𝗶𝘁, 𝗙𝗿𝗲𝘂𝗱𝗲 und 𝗶𝗻𝗻𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗙𝗿𝗶𝗲𝗱𝗲𝗻?
- Dient sie 𝗺𝗲𝗶𝗻𝗲𝗺 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗲𝗺 𝗪𝗼𝗵𝗹 𝗺𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝗠𝗶𝘁𝗺𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻?
- Erzeugt sie konkrete positive Veränderungen/Ergebnisse in meinem Leben?
HINWEIS: In meinem Text Innere Stimme & Stimmen hören, findet man weitere vertiefende Fragen, um den Wert einer übersinnlichen Information zu ermitteln.
Fortsetzung: Grundlagentext 2
Das Copyright © für diesen Text hat:
Ralf Manthey
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